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Die deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme Marathonlauf Von den Anfängen bis van Aaken (Teil 1) Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e.V. in Verbindung mit dem Carl und Liselott Diem-Archiv Karl Lennartz - 1. Aufl. - Spiridon Verlag, Erkrath (100 Jahre Leichtathletik in Deutschland; Bd. 8), ISBN-Nr.3-922011-25-X 1. Auflage 2005, Printed in Germany Layout und Satz: Thomas Zawadzki, Köln Druck: Bert & Jörg Rahm-Drucktechnik, Asbach
Die Geschichte des Marathonlaufs ist voller Überraschungen, Rätsel, Anekdoten und auch Tragödien. Das fängt mit dem sagenumwobenen Botenläufer nach der Schlacht von Marathon im Jahr 490 v.Chr. an, geht weiter mit dem ersten Marathon- Olympiasieger, dem Griechen Spiridon Louis, über den wir wenig wissen und setzt sich fort mit der Tragödie 1908 um den Italiener Dorando Pietri.

Dieser Teil 1 setzt innerhalb der Reihe ,,100 Jahre Leichtathletik" als Band 8 der Deutschen Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e.V. natürlich deutsche Akzente. Und auch die sind kräftig. Das fängt schon an mit den zwei beinahe vergessenen deutschen Erstlingsläufen in Leipzig, die Stadt, die bis heute ein besonderes Verhältnis zum Marathon hat. Unvergesslich ist der lange wichtigste Marathonlauf auf deutschem Boden, das olympische Rennen 1936 mit dem Sieg von Kitei Son, dem Koreaner im japanischen Trikot.

Die deutschen Marathonläufer spielten lange keine Rolle im internationalen Geschehen. Eine Ausnahme war der in Amerika lebende Paul de Bruyn, der den Boston-Marathon gewann, das wichtigste jährlich durchgeführte Rennen, ehe 1976 New York die Welle der Stadt-Marathonläufe auslöste. Dieses Buch endet mit dem Jahre 1960, lange vor dem Marathon-Boom, der Fitness-Welle und dem Frauen-Langstreckenlauf, den der Waldnieler Arzt und Trainer Dr. med. Ernst van Aaken beflügelte. 1960 bei den Olympischen Spielen in Rom waren die 800 m die längste olympische Laufstrecke für Frauen. Vor den 42,195 km hatten auch die Männer höchsten Respekt. Zum Teil lag dies an schlechten Straßen und Schuhen, so dass in den 20er Jahren der berühmte finnische Trainer Pikhala von „Marathon als Pferdekur für Menschenbeine“ sprach und vom „Marathon als Schwanengesang für Bahnläufer“. Diese Auffassung sollte sich noch Jahrzehnte halten. Nach den Wirren der Nachkriegszeiten bestimmten Jürgen Wedeking und Lothar Beckert das Laufgeschehen in Deutschland. In Rom begann mit dem barfuß herausgelaufenen Sieg des Äthiopiers Bikila Abebe die Ära der Afrikaner. Niemand ahnte damals, dass ein Deutscher, Waldemar Cierplnskl, gleich zweimal Olympiasieger werden sollte, 1976 und 1980. Doch davon in Teil 2.

Autor des dreibändigen Mammutwerkes "Marathonlauf' ist Dr. Karl Lennartz. Es gibt keinen Fachmann, der als Verfasser prädestinierter ist als er, ein renommierter Sporthistoriker, ausgezeichnet mit dem „Olympischen Orden“, erfahrener Trainer mit Super-Erfolgen seiner Kinder Birgit und Burkhard sowie nebenbei eigenen sehr respektablen Marathon-Leistungen. Lennartz hat ein einzigartiges Standardwerk geschaffen, dem wir weite Verbreitung wünschen.

Manfred Steffny, SPIRIDON-Verlag

Ein Zen-Philosoph hat mir mal seinen Trick verraten: „Lauf 10 Schritte und jeden Tag einen mehr!“.
Chefredakteur des SPIRIDON-LAUFMAGAZINs
Buchautor, Lauftrainer und vor allem Mensch.